So findest Du die richtige Wachzeit für Dein Baby

Die Grundvoraussetzung für friedliches Einschlafen sowie altersentsprechendes Durchschlafen ist der richtige Zeitpunkt für die Schlafangebote. Sowohl Übermüdung über den Tag durch zu wenig Tagschlaf oder aber zu lange Wachphasen, als auch fehlender Schlafdruck durch zu viel Tagschlaf oder zu kurze Wachphasen sind häufig der Grund für unruhige Nächte, nächtliche Wachphasen sowie frühes Aufstehen vor 6 Uhr.
Viele Eltern achten auf die Müdigkeitsanzeichen und das ist in erster Linie auch richtig. Jedoch gibt es zum einen Babys und Kleinkinder, die keine klaren Müdigkeitsanzeichen signalisieren und zum anderen Kinder, die bei den ersten Müdigkeitsanzeichen bereits in einer leichten Übermüdung stecken. 
Doch was bedeutet Übermüdung eigentlich?
Wenn unser Baby in die Übermüdung kommt, schüttet der Körper das Stresshormon Kortisol aus. Das Stresshormon lässt unsere Kinder wieder "fit" und "aktiv" erscheinen trotz großer Müdigkeit, manchmal erkennen wir die typischen Anzeichen frei nach dem Motto "nach müde kommt albern". Es dauert bis zu 1,5 Stunden, bis das Kortisol wieder so weit abgebaut ist, dass ein entspanntes Einschlafen möglich ist.

Somit kommt es sehr häufig vor, dass sich ein Blick auf die altersentsprechenden Wachzeiten lohnt, denn bereits kleine Veränderungen der Wachzeiten können einen riesigen Unterschied machen!

Aber wie findest Du nun die passende Wachzeit für Dein Baby?

Unten findest Du Tabellen mit den altersentsprechenden Richtwerten. Die Wachzeiten geben den Zeitraum zwischen zwei Schlafsituationen an. Da der Schlafdruck morgens etwas höher ist, findest Du in der Tabelle zusätzlich eine Angabe für die erste Wachzeit am Tag. Pauschal kann man sagen: die Wachzeiten werden über den Tag gesehen immer ein wenig länger. Die letzte Wachphase Deines Babys oder Kleinkindes ist also die längste.

Wichtiger Hinweis: Die Wachzeit beinhaltet auch das Schlafritual vor dem Einschlafen sowie die Einschlafzeit im Bettchen. Das bedeutet, dass Du die Zeit für Euer Ritual und auch die durchschnittliche Einschlafzeit berücksichtigen musst, um das passende Schlafangebot zu unterbreiten.

Ein Tipp am Ende: Sollte das Einschlafen länger als 15-20 Minuten dauern und unter Tränen stattfinden, so kannst Du davon ausgehen, dass Du dieses Mal nicht den passenden Zeitpunkt gefunden hast. Gehe nach 20 Minuten aus der Situation heraus, spiele mit Deinem Kind ruhig oder lese noch ein Buch vor und dann starte einen weiteren Einschlafversuch. Passe die Wachzeit am nächsten Tag entsprechend an - je nachdem ob du eher zu früh oder zu spät dran warst - das hast Du als Mama am Besten im Gefühl. Nähere Dich in 10-Minuten-Schritten Tag für Tag der optimalen Schlafenszeit an.